Haffner - Seite 3

 

 

1874              Am 26. Februar 1874 stirbt Johann Haffner.

   Seiner Witwe und Erbin Johanna Julie Haffner werden die beiden Immobilien im Gesamtwert von

   64.000 fl. am 31. März 1874 überschrieben.

   Sie verkauft am 30. Juni 1874 das Haus Alexanderstraße 1 für 42.000 fl. an die Witwe Rebecka

   Wagner.

 

1875              Kunigunde Babette Haffner, geb. Heerdegen, Ehefrau des Zinnfigurenfabrikanten Konrad

   Haffner dahier, verstirbt am 15. August 1875 kinderlos und wird am 17. August 1875 beerdigt.

 

1876              Konrad Haffner beabsichtigt, die Johanna Maria Sibilla Höhn, geborene Goldberg (* 25. Juli

   1843), Witwe des Kaufmanns Johann Georg Leonhard Höhn aus Nürnberg, Tochter des

   Malers August Goldberg und dessen Ehefrau Maria Goldberg, geb. Leitzel, zu ehelichen und

   ersucht am 7. April 1876 um Ausfertigung des Verehelichungszeugnisses. Johanna Maria Sibilla

   Höhn wird ihren Sohn Johann Georg Höhn (*3. Februar 1869) mit in die Ehe bringen.

 

1880              Dem Ehepaar wird am 11. Dezember 1880 die Tochter Frieda Haffner geboren. 

 

1882              Auf der Bayerischen Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunstausstellung wird der Firma wiederum

   eine Medaille verliehen.

 

1885              Konrad Haffner wird Alleininhaber der Firma Johann Haffner.

 

1890              Das Anwesen Mathildenstraße 14 wird durch Umnummerierung zu Mathildenstraße 28.

 

1892              Albrecht Christian Alexander Wilhelm Städtler (* 12. April 1858 in Fürth), übernimmt die Firma

                       am 15. Dezember 1892.

   Die Firmenbezeichnung lautet nun Johann Haffner's Nachfolger, Inhaber Albrecht Städtler.

 

   Albrecht Städtler, der nunmehr als Zinnfigurenfabrikant in Fürth gemeldet ist, läßt am 21.

   September 1893 das Gebrauchsmuster Nr. 18436 für "Verpackung für aufrechtstehende Blei-,

   Zinn- und Blech-Spielzeugfiguren, bei welcher Figuren in aufrechter Stellung durch umgebogene

   Blechhalter von einem herausnehmbaren Doppelboden gehalten werden und zur bequemen

   Besichtigung die eine Längsseite der Schachtel nach Entfernung des Deckels umklappbar ist"

   eintragen, das am 11. September 1896 durch Zeitablauf wieder erlischt.

 

   Für diese Verpackungsart werden die Figuren mit den typischen Figuren-Fußbrettchen graviert:

 

           

 

      Gebrauchsmuster Johann Haffner's Nachfolger (1893 - 1907)

 

       

1898              Von Otto Bing (* 25. Dezember 1869 in Nürnberg), einem Sohn von Adolf Bing (Adolf Bing ist

   einer der Gebrüder Bing - Nürnberger Metall- und Lackierwaarenfabrik, vorm. Gebrüder Bing

   AG, später Bing-Werke AG), der schon eine Zinnspielwarenfabrik in der Marienstr. 15 in Nürnberg

   betrieben hat, wird der Betrieb Johann Haffner's Nachfolger am 4. August 1898 übernommen

   und nach Nürnberg in die Reindel-Straße 4 verlegt. Hier werden Räume einer ehemaligen

   Tabakverarbeitung angemietet.

 

      Pläne Reindel-Straße 4

 

    

   Die Firma heißt jetzt Johann Haffner's Nachfolger, Inhaber Otto Bing (siehe auch unter

   Firmengeschichten "Otto Bing").

   Otto Bing übernimmt gleichzeitig das ehemalige Inventar des 1893 verstorbenen Zinngießers

   Johann Andreas Besold (bisher Firma C. L. Besold, Nürnberg, Hintere Nägleinsgasse 19).

 

   Schutzmarke Johann Haffner's Nachfolger bzw. Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas

       Förtner & J. Haffner's Nachf. (Abt. Bleisoldaten) von 1898 bis 1939

       Das "N" könnte für "Nachfolger" oder für "Nürnberg" stehen; nachdem es sich um eine

       Abbildung von Albrecht Dürer handelt, steht das "N" wohl für Nürnberg 

 

1899              Der Mechaniker Andreas Förtner gründet am 29. November 1899 in Nürnberg, Fürther Straße 99

   eine Fabrik für Schneidwerkzeuge und feine Metallspielwaren.

 

       Fürther Straße 99 am 31. März 2007

 

 

 

  

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