Pilz (Bilz), Traugott Friedrich, Freiberg
Pilz, Carl Friedrich, Freiberg
Pilz, Carl Woldemar, Freiberg
Pilz, C. W. Zinngusswaaren-Fabrik
Freiberger Zinngusswaren-Fabrik C. W. Pilz - Seite 1
1764 Nach zwei im Stadtarchiv Freiberg vorhandenen Briefbögen wurde das Unternehmen bereits 1764
gegründet; wer zu diesem Zeitpunkt Besitzer ist, kann nicht festgestellt werden. Weder in den
Stadtratsprotokollen von 1764 noch in den Gewerbeakten aus dieser Zeit ist etwas erwähnt.
1773 Traugott Friedrich Pilz (Bilz), Sohn eines Leinwebers in Niederneuschönberg, lernt in Freiberg
bei Johann Christoph Otto vom 21. Mai 1773 bis 22. Mai1777.
Seine Mutung wird zurückgewiesen, da er noch nicht gewandert hat. Eine vom Ministerium erteilte
Erlaubnis erläßt ihm die Wander- und Mutzeit.
1778 Nach Vorlage des Meisterstücks (eine Terrine, eine Randschüssel und ein Waschbecken) wird er
am 1. Juni 1778 Meister und heiratet die Witwe seines Lehrmeisters Otto. Er ist viele Jahre
Obermeister. Die Werkstätte befindet sich im Haus Petersstraße 4.
Stadtzeichen
Meisterzeichen
1788 Von 1788 bis 1792 ist Christian Magnus Hohnstein Lehrling.
1797 Traugott Friedrich Plattner und Karl Heinrich Krieger werden von 1797 bis 1802 ausgebildet.
1805 Der Sohn Traugott Friedrich August Pilz lernt bei seinem Vater von 1805 bis 1809.
1809 Christian Heinrich Größel ist von 1809 bis 1813 Lehrling.
1811 Traugott Friedrich August Pilz wird Meister am 5. Dezember 1811.
Stadtzeichen
Meisterzeichen
Diese Zeichen wurden von Traugott Friedrich August Pilz, Carl Friedrich Pilz und Carl Woldemar Pilz
verwendet.
1813 Heinrich Wilhelm Füllmich wird von Traugott Friedrich Pilz in den Jahren 1813 bis 1816
ausgebildet.
1814 Der jüngere Sohn Carl Friedrich Pilz lernt bei seinem Vater von 1814 bis 1816.
1820 Carl Friedrich Pilz legt sein Meisterstück, das er in der Werkstatt seines Bruders Traugott
Friedrich August Pilz gefertigt hat, am 20. April 1820 vor. Obwohl ihm die Wanderjahre erlassen
werden, soll der Meisterspruch erst nach erlangter Volljährigkeit erfolgen. Nach einem weiteren
Erlaß wird er am 20. August 1820 zum Meister gesprochen.
Er betätigt sich auch als Graveur und stellt auch Zinnfiguren her.
Stadtzeichen
Carl
Friedrich
Pilz
Meisterzeichen
1821 Gotthelf August Venus ist von 1821 bis 1822 Lehrling bei Traugott Friedrich Pilz.
1822 Traugott Friedrich Pilz stirbt. Gotthelf August Venus wird von Carl Friedrich Pilz ausgelehrt.
1823 Carl Gottfried Daniel Bruck wird von Carl Friedrich Pilz von 1823 bis 1828 zum Zinngießer
ausgebildet; er graviert auch Formen für Zinnfiguren.

Häuer von Carl Friedrich Pilz vor 1850 graviert (Figuren links) gefolgt von später entstandenen Väterlein-
Figuren (Sammlung und Foto: Michael Braune, Meißen)
1827 Carl Friedrich Pilz bildet den Lehrling Friedrich August Emmrich von 1827 bis 1831 aus.
1833 Heinrich Ed. Schaarschmidt ist von 1833 bis 1838 bei Carl Friedrich Pilz Lehrling.
1843 Traugott Friedrich August Pilz stirbt. Carl Friedrich Pilz wird als Besitzer des Hauses
Petersstraße 4 eingetragen.
1847 Carl Woldemar Pilz, Sohn des Carl Friedrich Pilz, lernt bei seinem Vater von 1847 bis 1850.
1850 Carl Friedrich Pilz stirbt. Seine Witwe führt die Werkstatt bis 1854 weiter.
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