Seybold, Georg Friedrich - Fürth

 

 

1670              Michael Seybold (Seyboldt, Seibolt) lernt in Dresden bei Abraham Tielemann von 1670 bis

   1674.

 

1682              Er wird am 25. Juni 1682 Zinngießermeister.

 

1701              Sein Sohn Christoph George Seybold lernt bei ihm von 1701 bis 1705.

 

1714              Christoph George Seybold erlangt am 11. November 1714 vor der Dresdner Kreislade das

   Meisterrecht nach Grossenhain.

 

      Meisterzeichen Christoph George Seybold    

 

                                  

   Qualitätsmarken für Feinzinn des Christoph George Seybold

 

 

1715              Michael Seybold stirbt am 7. Januar 1715. Christoph George Seybold siedelt nach dem Tod

   seines Vaters nach Dresden über und erwirbt dort am 4. März 1715 das Meisterrecht.

 

1734              Johann Christoph Seybold (Seyboldt), Sohn des Christoph George Seybold in Dresden, lernt

   bei George Zimmermann von 1734 bis 1738.

 

1747              Johann Friedrich Seybold (Seyboldt), ein weiterer Sohn des Christoph George Seybold, lernt

   bei seinem Vater von 1747 bis 1751.

 

1748              Christoph George Seybold ist noch 1748 im Dresdner Meisterbuch erwähnt.

 

1749              Johann Christoph Seybold wird am 11. Oktober 1749 Meister.

 

        Meistermarke Johann Christoph Seybold         Werkstattmarke seiner Witwe

 

 

1753              Carl August Seybold (Seyboldt, * um 1739), Stiefsohn des Christoph George Seybold, lernt

   bei seinem Stiefbruder Johann Christoph Seybold von 1753 bis 1757.

 

 

1758              Johann Friedrich Seybold wird am 30. August 1758 in Dresden Meister.

 

                                                   

   Stadtzeichen,                Meisterzeichen und             Werkstattmarke des Johann Friedrich Seybold

 

 

1765              Carl August Seybold erlangt am 18. Oktober 1765 vor der Dresdner Kreislade das Meisterrecht

   nach Grossenhain. Er zahlt bis 1801 Quartalgeld.

 

                      

   Stadtzeichen und                       Meisterzeichen des Carl August Seybold

 

 

1780              Carl Friedrich Seybold (Seyboldt), Sohn des Zinngießers Johann Friedrich Seybold, lernt bei

   seinem Vater von 1780 bis 1784.

 

1784              Georg Friedrich Seybold wird am 11. Dezember 1784 in Grossenhain als Sohn des

   Zinngießermeisters Carl August Seybold geboren.

 

1795              Carl Friedrich Seybold wird am 27. April 1795 Meister in Dresden.

 

                                 

   Stadtzeichen und                      Meisterzeichen des Carl Friedrich Seybold

 

 

1797              Georg Friedrich Seybold lernt vom 13. März 1797 bis zum 4. Mai 1801 das Zinngießerhandwerk

   bei seim Vater.

 

1807              Carl Friedrich Seybold inseriert in den Dresdner Anzeigen von Mittwoch, dem 7. Oktober 1807:

   "Logisveränderung. Daß ich meinen Laden von der großen Frauengasse weg, und in Nr. 366 auf

   die Schössergasse, in Herrn Lotterie-Collecteur Lindners Haus, verlegt habe, wollte ich einem

   verehrlichen Publikum hierdurch bekannt machen, und zugleich anzeigen, daß bey mir allda Speise-

   und Trinkgeschirre von den neuesten, beliebtesten und geschmackvollsten Formen, feinem und

   guten Zinn, zu den billigsten Preißen zu haben sind. Carl Friedrich Seybold, Zinngießer." 

 

1810              Georg Friedrich Seybold kommt bei seiner darauf folgenden Wanderschaft um 1810 nach Fürth

   und arbeitet bei der Zinngießermeisters-Witwe Clara Sophia Brucky.

 

1818              Anfang 1818 heiratet er seine zwanzig Jahre ältere Arbeitgeberin. Er wird am 4. April 1818 Meister

   und übernimmt den Betrieb. Probestück sind zwei in Schiefer gravierte Formen mit größeren

   Reiterfiguren mit den Abgüssen. Er stellt künftig auch Zinnfiguren und Zinnspielwaren her.

       

   Friedrich Moritz Seybold (Seybolt, Seibold), Sohn des Zinngießers Carl Friedrich Seybold in

   Dresden, lernt von 1818 bis 1822 bei Friedrich Wilhelm Granzow d. Ä.

 

1831              Er wird am 18. Juli 1831 Meister.

 

            Meisterzeichen des Friedrich Moritz Seybold

 

 

       Deckelkännchen von Friedrich Moritz Seybold, datiert 1841 (Höhe 16 cm)

 

 

1838              Conrad Schildknecht arbeitet als Geselle bei dem blind gewordenen Georg Friedrich Seybold

   und betreibt mit dessen Enkelin Juliane Leber die Werkstatt.

 

1842              Georg Friedrich Seybold stirbt am 3. Mai 1842.

 

 

                       Figuren und Zinnspielzeug:

   nicht bekannt

 

 

 

   Quellen:

   Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band I (Sächsische Zinngießer), Leipzig,

   K. W. Hiersemann, 1921 - 1932

   Dresdner Anzeigen, 112tes Stück. Mittwochs den 7. Oct. 1807 (Google)

   Erhard Schraudolph: Zinnspielwarenhersteller in Nürnberg und Fürth in Paradestücke, W. Tümmels,

   Nürnberg 2000

 

 

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