Städtler, Albrecht Christian Alexander Wilhelm, Nürnberg und Fürth

 

1858              Albrecht Christian Alexander Städtler wird am 12. April 1858 in Fürth geboren, wird

   protestantisch getauft und hält sich vor 1870 in Nürnberg auf.

 

1870              Albrecht Städtler zieht am 27. April 1870 nach Fürth.

 

1871              Er geht ab 1. April 1871 bei der Zinnfigurenfabrik Josef Konrad Heinrich in der Königsstraße 63

    in die Lehre und erlernt das Graveurhandwerk. Er wohnt bei seinen Eltern in der Königsstraße 5.

 

1874              Ab dem 3. September 1874 ist er bei der Firma Emil Rudolf Hering in der Katharinenstraße 5 als

   Graveur und Zinngießerhelfer angestellt.

 

1875              Am 14. Juni 1875 beendet er das Arbeitsverhältnis mit Hering, arbeitet ab 17. Juni 1875 bei der

   Firma Kühlwein in der Marienstraße 8 bis zum 16. Mai 1877 und wohnt dann in Nürnberg bis er

   ein Arbeitsverhältnis bei Carl Scheller in Kassel beginnt.

 

1881              Albrecht Städtler graviert nun für Wilhelm Heinrichsen in Nürnberg zuerst als Angestellter, später

   selbständig in einem exklusiven Auftragsverhältnis. Er wird als "stiller, fleissiger und ängstlich

   gewissenhafter Mensch, der viel von meiner Unterrichtung [Wilhelm Heinrichsen] profitiert hat"

   beschrieben.

 

1886              Er bekommt am 10. Januar 1886 Rechtstitel in Fürth und ist damit Heimatberechtigt. Dieser

   Rechtstitel fällt per 6. Juni 1886 wieder weg.

 

1887              Albrecht Städtler ist mit Sabine Margarethe Elisabeth Schneider (* 29. Oktober 1860) aus

   Fürth verheiratet. Das erste Kind Luise Erna Christine stirbt bei der Geburt. Weiter Kinder sind

   Johanna Amalie Frieda Bertha (* 21. Mai 1888), Gustav Georg Heinrich (* 12. Juli 1889), Karl

   Friedrich (* 29. Dezember 1890) und Amalie Pauline (* 13. März 1892).

 

1888              Mit Beschluß des Stadtmagistrats Nürnberg vom 25. Dezember 1888 wird ihm gestattet, neben

   seinen bisherigen Vornamen auch den Vornamen "Wilhelm" anzunehmen und zu führen.

 

1892              Er übernimmt am 15. Dezember 1892 die Firma Johann Haffner, Fürth. Wilhelm Heinrichsen

   kommentiert dazu über seinen ehemaligen Mitarbeiter "er betreibe in Fürth ein gleiches Geschäft

   mit mässigem Umfang und gutem Erfolg".

 

1893              Er wohnt ab 10. März 1893 in Fürth und wohnt in der Mathildenstraße 28. Per 24. Oktober 1893

   ist er Bürger ohne Bürgerrecht.

 

1898              Albrecht Städtler verkauft die Firma Johann Haffner's Nachfolger, Inhaber Albrecht Städtler,

   an Otto Bing per 4. August 1898.

   Er zieht zum 26. Oktober 1898 nach Nürnberg, Ritterplatz 4.

 

1907              Durch Beschluß des Stadtmagistrats Nürnberg vom 21. Mai 1907 wird Albrecht Städtler

   dortselbst das Heimat-Bürgerrecht auf Grund des Art. 17 der Gemeinde-Ordnung verliehen.

 

 

   Quellen:

   Stadtarchiv Fürth - Familienbogen Städtler

   Alfred R. Sulzer: 150 Jahre feinste Zinn-Compositionsfiguren Ernst Heinrichsen Nürnberg, Zinnfiguren-Museum Zürich

   und Figurina Helvetica, Zürich 1989 

 

 

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