Johann Haffner, Fürth

   Johann Haffner, Inhaber Conrad Haffner, Fürth

   Johann Haffner's Nachfolger, Inhaber Albrecht Städtler, Fürth

   Johann Haffner's Nachfolger, Inhaber Otto Bing, Nürnberg

   Johann Haffner's Nachfolger, Inhaber Max Erlanger, Nürnberg

   Andreas Förtner, Nürnberg

   Andreas Förtner oHG., Nürnberg

   Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas Förtner und J. Haffner's Nachfolger AG., Nürnberg

   Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas Förtner und J. Haffner's Nachfolger GmbH., Nürnberg

   Vereinigte Spielwarenfabriken Andreas Förtner und J. Haffner's Nachfolger KG., Nürnberg

   Ernst Voelk KG., Nürnberg

   Trix Vereinigte Spielwarenfabriken GmbH., Nürnberg

   Trix Vereinigte Spielwarenfabriken Ernst Voelk KG., Nürnberg

   Trix Spielwaren GmbH., Nürnberg

   SCHILDKRÖT-TRIX Spielwarengesellschaft mbH., Nürnberg

   SCHILDKRÖT Spielwaren GmbH., Nürnberg

   Metallspielwarenfabrik Oppenheim & Co. GmbH., Nürnberg

   Blechspielwarenfabrik Johann Distler, Nürnberg

   Curt Ziechner, Nürnberg

   Triumph

   Anfoe

   Haffner - Seite 1 

 

 

1813              Johann Haffner wird am 11. August 1813 in Fürth, Haus Nr. 419 des Gürtlermeisters Johann

   Adam Rießner geboren und am 17. August 1813 protestantisch getauft. Seine Eltern sind der

   Drechslermeister und Glasbeleger Konrad Hafner (später Haffner) und dessen Ehefrau

   Anna Margaretha, geborene Ell, Tochter eines Strumpfwirkergesellen. Taufpate ist Johann

   Berthold, Posamentierer in Fürth.

   Die Mutter stirbt am 15. Juni 1818, der Vater am 29. April 1848. Die Familie hat noch eine

   Tochter Anna Katharina Hafner (* 1. Februar 1808; † 2. Juli 1845) und noch einen Sohn, der am

   Tag der Geburt (14. August 1811) stirbt.

 

1827              Johann Haffner erhält am 28. Januar 1827 vom königlichen Localinspector der Sonntags-Schule

   die Erlaubnis, die Sonntagsschule nicht zu besuchen, wenn er sich bei umgehender Aufforderung

   zur Prüfung stellt und vorweist, daß er den nötigen Unterricht auf einem anderen Weg erhält.

   Er beendet am 21. Juni 1827 nach sieben Jahren die Werktagsschule (mit dem Zeugnis: "Sehr

   lobenswürdige Sittlichkeit, vortrefflicher Fähigkeiten, unermüdlichen Fleißes und ausgezeichneter

   Kenntnisse zum anderweiten weltbürgerlichen Berufe") und tritt am 30. Juni 1827 eine Lehre bei

   dem Fürther Zinngießermeister Friedrich Seybold an.

 

1830              Er beendet die Lehre erfolgreich am 3. Juli 1830, wird um 14. August 1830 Geselle und arbeitet

   weitere 6 ½ Jahre als Zinngießer bei Seybold.

 

1832              Vom 8. bis 13. Mai 1832 wird er im Fürther Hospital "wegen rheumatischer Beschwerden, resp.

   wandernden Rheumatismus" stationär behandelt.

 

1834              Am 18. September 1834 rückt er bei der Artillerie-Compagnie beim Bataillon des Königl.

   Landwehr-Infanterie-Regiment Fürth ein (Größe: 173 cm, blonde Haare und Augenbrauen, hohe

   Stirn, blaue Augen, große Nase und großer Mund, ovales Kinn, runde Gesichtsform und schlanken

   Körperbau).

   Die Militair-Untersuchungs- und Conscriptions-Commission stellt am 10. und 11. Dezember 1834

   fest, dass bei Johann Haffner Füße und Hände in bedeutendem Grade erfroren sind und er

   Brustbeschwerden mit Husten hat und damit für den Militärdienst untauglich ist. 

1835              Der Entlassungsschein wird allerdings erst am 28. August 1835 ausgestellt. 

 

1837              Am 14. Februar 1837 reicht Johann Haffner ein Gesuch um Zulassung zur Meisterprüfung

   in Fürth ein und bittet, von der Wanderschaft befreit zu werden, da er an Gicht, Erfrierungen und

   Brustbeschwerden leidet. Die Wanderschaft wird ihm am 1. April 1837 erlassen.

   Bei der Prüfung am 4. April 1837 fertigt er als Probearbeit einen Husaren zu Pferd in Form und Guß

   sowie die Zeichnung eines 4 Zoll hohen Infanteristen an. In dem Bericht der Prüfungskommission

   vom 15. April 1837 heißt es: "Die heute vorgezeigte, unter Aufsicht gefertigte Probearbeit wurde

   zwar nicht als ganz fehlerfrey erkannt, jedoch in der Art gelungen erklärt, daß sich die

   Prüfungskommission für die Befähigung des Candidat zum selbständigen Betriebe des

   Zinngießergewerbes in Zinnfiguren aussprechen zu können glaubt."

   Am 5. Juni 1837 bewirbt er sich für die Aufnahme als Meister, die frei gewordene Zinngießer-

   konzession der verstorbenen Witwe Mößner und die Erlaubins zur Verehelichung.  

   Das Niederlassungsgesuch, das Verehelichungsgesuch und die Zinngießerkonzession Mößner

   wird am 14. August 1837 nach Anhörung des Königlichen Bayerischen Kreis- und Stadtgericht

   Nürnberg, des Stadtmagistrats Fürth und Nürnberg, dem Vorsteher des Zinngießergewerbs, des

   Armenpflegschaftsrates und dem Collegium der Königlich Bayerischen Gemeindebevollmächtigten

   genehmigt.

   Das zur Niederlassung notwendige Kapital von 500 bis 600 fl. wird zum größten Teil von seiner

   Braut Dorothea Johanna Juliana Schwemmer (* 27. September 1817; am 3. Oktober 1817

   protestantisch getauft (Taufpatin Dorothea Regina Fuchs, "des Christian Fuchs

   Scheibenziehers Ehefrau"; † 21. Juni 1906), Tochter des Nürnberger Kartätschenfabrikanten

   Johann Paul Schwemmer († 24. Oktober 1831) und dessen Frau Anna Maria Regina Juliana,

   geb. Fuchs († 28. November 1820) in die Ehe eingebracht.

   Doeothea Johanna Julie Schwemmer hat ein bei der Königlichen Bank in Nürnberg verzinslich

   angelegtes Vermögen von

   1612 fl., 21 1/6 Krz. und Besitz im Wert von 100 fl.; Johann Haffner hat außer den Kleidern

   lediglich Bargeld in Höhe von 125 fl., die ihm sein Vater "als Anhülfe" versprochen hat.

 

      Familie Haffner 

 

1838              Die Zinnfigurenfabrik wird von Johann Haffner in Fürth gegründet.

   Wo er zu diesem Zeitpunkt arbeitet und mit seiner Familie wohnt, ist nicht bekannt.

   Er beschäftigt ca. 10 Mitarbeiter.

   Der Sohn Konrad Haffner wird am 26. Mai 1838 geboren. 

 

1840              Johann Haffner stellt erstmals anläßlich der Ausstellung der Industrie- und Gewerbs-Erzeugnisse 

   zu Nürnberg im Herbste 1840 eine Mustertafel mit 14 Stück fein gemalter Zinnfiguren aus, die in

   einer Berichterstattung als "recht nette Bleifiguren" beschrieben werden.

 

1850              Johann Haffner kauft von dem Flaschnermeister Michael Reißmann das Anwesen Nr. 333

   (Ecke Schwabacher-/Alexanderstraße).

  

1852              Das Königliche Rektorat der Gewerb- und Handelsschule attestiert Konrad Haffner, daß er "den

   1ten Kurs der Gewerbsabtheilung der k. Gewerb- und Handelsschule dahier von May 1849 bis

   Ende August 1850, hierauf den 2ten Gewerbkurs bis Juli 1851 besucht und während dieser Zeit

   bey guten Anlagen und genügendem Fleiß befriedigende Fortschritte gemacht hat. Dabey war sein

   sittliches Betragen sehr lobenswerth".

 

1853              Die Königliche Regierung von Mittelfranken - Kammer des Inneren genehmigt dem

   Zinngießermeister Haffner zu Fürth den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses an der

   Schwabacher Straße (Haus Nr. 333) nach dem vorgelegten Plan am 21. September 1853.

   Nach Fertigstellung des Gebäudes befinden sich die Fabrikationsräume im Erdgeschoß.

 

      Pläne Haus Nr. 333 (spätere Alexanderstraße 1)

 

 

 

  

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