Wahnschaffe, August. - Nürnberg und München

 

  Gelb hinterlegter Text = München
   
1794 Johann Jakob Fleischauer, Sohn des Johann Georg Fleischauer, heiratet am 3. September 1794 in Nürnberg die Anna Katharina Kaufmann, Tochter des Jakob Melchior Kaufmann.
   
1795 Er gründet in Nürnberg einen Manufakturwarenhandel.
   
1822 Der Maximilians-Heilungsanstalt für arme Augenkranke in Nürnberg spendet er 2 fl. 42 Kr. am 6. Dezember 1822.
   
1823 Bei ihm und sieben anderen Manufakturwarenhändlern sind Lose für die Verlosung der Fabrik und des Ökonomie-Gutes zu Schwabach erhältlich. Die Königlich Baierische Bank veröffentlicht die Bekanntgabe im Friedens und Kriegs Kurier.
   
1829 Hubertus Augustus (August) Lodowicus Wahnschaffe wird am 3. November 1829 zu Neuhaus, Heimatgemeinde Paderborn, als Sohn des Generaldomänen- und Forsteinnehmers, Generalpächters des Amts Hardehausen (1805), Sequesterverwalters und Hofkammerrats im Fürstenrum Paderborn Friedrich Heinrich Ludwig Wahnschaffe (* 29. November 1769 Amt Hessen, Braunschweig; † 25. Juni 1855 in Neuhaus b. Paderborn) und dessen Ehefrau Philippine Catherine Christina Magdalena Wahnschaffe, geb. Caspari (* 30. November 1786 in Carlshafen, Herzogtum Braunschweig; † 11. Juli 1847 in Neuhaus b. Paderborn) geboren und am 19. November 1829 katholisch getauft.
   
1835 Jakob Fleischauer ist Eigentümer des Hauses Wespennest L. Nr. 601 und handelt mit "Porzellain und Steingut, auch Rafinerie vom feinsten Lampenöl".
   
1842    Anzeige in der Nürnberger Zeitung Nro. 334 vom 30. November 1842
   
1843 Am 27. Februar 1843 spendet Jakob Fleischauer an die Maximilians-Augenheilanstalt für Arme in Nürnberg 2 fl. 20 Kr.
August Wahnschaffe absolviert von 1843 bis 1847 eine Lehre in der Firma Friedrich Piderit in Bielefeld.
Die Weberei und Bleiche stellt hochfeines und vorzügliches Leinen, meist aus Hanfgarn her, ist 1850 auf der Industrie-Ausstellung in Leipzig und 1854 auf der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München vertreten. In München erhält sie für ihre Erzeugnisse eine Ehrenmünze.
   
1847 Er bleibt dort noch ein Jahr in "Kondition" [= Stellung].
   
1848 Von 1848 bis 1851 arbeitet er in der Handlung Hermann Fudickar (Elberfeld) als Correspondent und Buchhalter.
   
1850 Jakob Fleischauer handelt mit "Porzellain- und Steingut, Cocosseife, Eau de Cologne und Modeartikel"
   
1851 Bei der Militair-Ersatz-Aushebung wird August Wahnschaffe als Ganz-Invalide erklärt.
Von 1851 bis 1857 ist er bei der Firma Hermann Fudickar als Reisender angestellt.
   
     Anzeige im Nürnberger Kurier Nr. 70 vom 11. März 1851
   
  Gustav Wollrab (* 4. Mai 1826 in Langenburg), Sohn des fürstl. Langenburgischen Rats Johann Friedrich Wollrab und dessen Ehefrau Luise Jacobina geb. Mühlfeld, heiratet am 27. Juli 1851 die Kunigunda Dorothea Katharina Carolina (Doris) Krauß (* 8. Februar 1825 in Nürnberg) Tochter des Großpfragners [Großhändler] und Möbelhändlers Johann Conrad Krauß und dessen Ehefrau Katharina Margaretha, geb. Krauß.
Das Ehepaar hat die Tochter Emilia Katharina Friederika Justina Wollrab (* 21. Juni 1852) - die allerdings erst im Jahr nach dem Tod des Vaters zur Welt kommt.
   
  Gustav Wollrab hat sein Lager und Comptoir im Haus des Johann Konrad Krauß (Kommissions-Niederlassung innländischer Fabrikate und Meublesmagazin).
   
  Gustav Wollrab stirbt am 28. Oktober 1851.
   
1852    Anzeige im Fränkischen Kurier Nr. 331 vom 26. November 1852
 

  Doris Wollrab führt die Manufakturwarenhandlung und Porzellan en gros und en detail unter der Firma Gustav Wollrab mit ihrem Bruder Gottfried Krauß als geprüftem Geschäftsführer weiter.
   
1855   
Anzeige im Handbook for travellers in Spain [obwohl August Wahnschaffe weder Bürger ist noch die Concessionserlaubnis besitzt. Er arbeitet aber bereits bei der Witwe Doris Wollrab
]
   
     Anzeige in der Beilage zu Nr. 109 des Fränkischen Kuriers vom 18. April 1855
   
  Jakob Fleischauer ist in Ingolstadt verstorben. An die Maximilians-Heilungs-Anstalt für arme Augenkranke in Nürnberg wird am 17. Juli 1855 ein Legat in Höhe von 15 fl. gegeben.
   
1856 Unter L. 259 ist im Nürnberger Adressbuch eingetragen: Wollrab und Heuberger, Besitzer: Heuberger, Adolf (Auch Porzellan) - [aus dieser Verbindung ist offensichtlich nichts geworden!].
   
1857 Im Adressbuch 1857 ist wieder die Firma Gustav Wollrab (Spielwaaren-, Manufactur- und Porzellan-Waarenhdl. en gros u. en detail) eingetragen.
   
  Das Warenlager der Firma wird vom 1. bis 30. Oktober 1857 inventarisiert und bewertet.
   
  August Wahnschaffe wird am 14. November 1857 in Augsburg geprüft und erhält ein Zeugnis, wonach er zum selbständigen Betrieb einer Manufakturwarenhandlung en gros und en detail in allen Klassen von Gemeinden als befähigt erkannt wird. 
   
  Am 15. November 1857 bezahlt er an Doris Wollrab 10.000 fl. für das am 1. November 1857 übernommene Warenlager.
   
1858 August Wahnschaffe erhält am 27. April 1858 das Bürgerrecht in Nürnberg und wird als Großhändler aufgenommen.
Er bittet den Stadtmagistrat Nürnberg am 21. Mai 1858 um "Ertheilung des Verkündscheins" für die Verehelichung mit der Kaufmannswitwe Doris Wollrab, geb. Krauß, die mit dem Verehelichungsantrag ihres Verlobten einverstanden ist und ihre Wiederverehelichungserlaubnis vom 24. Februar 1858 vorlegt.
   
  Er erhält am 4. Juni 1858 im Namen Seiner Majestät des Königs von Bayern die Concessions-Urkunde.
   
  August Wahnschaffe und Doris Wollrab werden am 20. Juni 1858 getraut.
Das Ehepaar hat die Kinder Alfred Ludwig August Friedrich Wahnschaffe (* 5. Dezember 1859; † 16. Mai 1861), Bertha Auguste Emilie Friederike Wahnschaffe (* 17. August 1861), Oskar Friedrich Martin Robert August Ludwig Wahnschaffe (* 10. September 1862), Friederika Augusta Hermine Wahnschaffe (* 18. Juni 1864) und Pauline Elise Doris Wahnschaffe (* 19. Mai 1867; † 21. März 1868).
   
  Am 2. August 1858 leistet August Wahnschaffe in Gegenwart des 1. Bürgermeisters Max Wächter und des Protokollführers Sigmund Ferdinand Stumpner nach Vorlage eines Zeugnisses des kgl. Landwehr-Regiments vom 21. Mai 1858 über seine Einweisung als Landwehrmann, des Zeugnisses vom 29. April 1858 über den wöchentlich in Höhe von 18 Kr. zu bezahlenden Almosenbeitrag und die Quittung über die bezahlten Gebühren den in der Verfassungsurkunde Tit. X § 3 vorgeschriebenen Staatsbürgereid: "Ich schwöre Treue dem König, Gehorsam dem Gesetze und Beobachtrung der Staats-Verfassung, so wahr mir Gott helfe und sein heiliges Evangelium",
   
 

Er handelt mit Fenster-Rouleaux, Gardinen-Verzierungen, Brittania-Löffel, Messer und Gabeln, Kaffeelöffel, Kinderlöffel, Vorlegelöffel, Hosenträger, Ziehharmonikas, Accordeons, Concertinos, Masken, Fächer, Bouquethalter u. a. Ballgegenstände, Feldbecher, Reiseflaschen, Necessaires, Cigarren-Reservoirs, Pariser Schreiballons, Damen- und Kinderarmringe (Bracelettes), Chinesische Holzdecken, Pariser Locomotivpfeifen, elastische Figuren (Akrobaten, Suaven, Tiere aller Art), Puppenzimmer, Putz- und Specereiläden, Küchen, Theater, Festungen etc. und überhaupt Manufaktur- und Spielwaren.

 

 

  
Inserat im Fürther Tagblatt No. 258 vom 28. Oktober 1958 und No. 268 vom 9. November 1958

 

 

   Inserat im Fürther Tagblatt No. 293 vom 8. Dezember 1858

 

1859

   Anzeige im Adressbuch der Stadt Fürth 1859

 

 

   Anzeige im Fränkischen Kurier Nr. 341 vom 8. Dezember 1859

 

 

   Beispiele von Werbe-Anzeigen des Jahres 1859

 

1860 Am 20. Juni 1860 ersucht August Wahnschaffe den Stadtmagistrat Nürnberg um Erlaubnis, im Staatsbahnhof eine Niederlage mit seinen Spielwaren errichten zu dürfen und den Verkauf an Reisende durch einen Bediensteten zu bewerkstelligen.
Der "Handels- und Fabrikrath der k. b. Stadt Nürnberg" stimmt diesem Vorhaben am 27. Juni 1860 zu.
Nachdem der Polizeiaktuar Georg Jäckel mit Schreiben vom 17. Juli 1860 dagegen ist, verzichtet August Wahnschaffe und gibt sein Vorhaben auf.
   
1862  August Wahnschaffe spendet dem Nürnberger Rettungshaus für Arme und Verwahrloste 1 Gulden. 
   
 

Vor die am 13. Januar 1862 in Ansbach beginnende Schwurgerichtssitzung sind u. a. verwiesen: Großhändler August Wahnschaffe, Portefeuillefabrikant Georg Carl Quehl, Buchbinder und Portefeuillefabrikant Franz Xaver Hitzler, Steindruckereibesitzer Friedrich Stadler, Kaufmann und Kunsthändler Carl Casimir Abel von Nürnberg, angeklagt, durch Verbreitung und Fertigung sittenwidriger Bilder und Darstellungen sich einer mehrfachen Übertretung des Art. 21 des Preßgesetzes schuldig gemacht zu haben, sowie Elfenbeinarbeiter Johann Lange von Nürnberg und Kartenfabrikant Albrecht Peter von Fürth wegen Verfertigung und Verbreitung unzüchtiger Gegenstände und Kartenspiele und Begehung je eines Preßvergehens.

[Art. 21 des Gesetzes zum Schutze gegen den Mißbrauch der Presse besagt, dass Gefängnis von acht Tagen bis zu sechs Monaten und Geldbuße von zehn bis einhundert Gulden eintritt, wenn in einer Schrift durch unzüchtige Darstellungen die Sittlichkeit beleidigt wird.]

August Wahnschaffe, Georg Carl Quehl und Carl Casimir Abel erheben innerhalb der zulässigen Frist Nichtigkeitsbeschwerde wegen unrichtiger Anwendung des Gesetzes und bevollmächtigen den Advocaten Dr. jur. Friedrich Herrmann, dieselbe vor dem obersten Gerichtshofe auszuführen.

Am 14. März 1862 wird diese Nichtigkeitsbeschwerde vom Gericht verworfen, da die Angeklagten in den letzten sechs Monaten vor der gegen sie eingeleiteten Untersuchung unzüchtige Bilder verfertigen ließen und verkauften.

Bezüglich des Wahnschaffe sei es festgestellt, daß er im Laufe eines halben Jahres von siebenundzwanzig unzüchtigen Darstellungen von jeder Art mehrfache Exemplare verkauft habe.

Die Bayerische Zeitung vom 19. Mai 1862 schreibt: "In der Schwurgerichtssitzung am 17. Mai 1862 gegen den Großhändler Wahnschaffe und Complicen aus Nürnberg, angeklagt wegen Preßvergehens, begangen durch Anfertigung und Verbreitung obszöner Bilder, lautete der Wahrspruch der Geschwornen auf die 53 ihnen gestellten Fragen dahin, daß Wahnschaffe zweier als Preßvergehen zu erachtenden Beleidigungen der Sittlichkeit, begangen durch Verkauf colorirter Doppelbilder und Speisekarten, unter Annahme des Vorhandenseins mildernder Umstände für schuldig, sämmtliche übrige Angeklagte aber, mit Ausnahme des Quehl, dessen Aburtheilung ohne Zuziehung der Geschwornen zu geschehen hat, für nicht schuldig erklärt wurden. Antrag des Staatsanwalts: den Wahnschaffe zu 2 Monaten Gefängniß und 50 fl. Geldstrafe zu verurtheilen. Antrag des Verteidigers: Freisprechung, weil die von den Geschwornen beantworteten Thatsachen mit keiner Strafe bedroht seien, eventuell Verurtheilung zu 20 fl. Geldstrafe. Urtheil: 50 fl. Geldstrafe gegen Wahnschaffe."

Die Landshuter Zeitung vom 24. Mai 1862 schreibt: "In Ansbach wurde der bei der Verhandlung wegen schlüpfriger Bilder nicht erschienene Fabrikant Quehl [er war in London] ohne Hinzuziehung der Geschwornen bezüglich zweier Reate schuldig gesprochen und unter Annahme mildernder Umstände zu 50 fl. Geldstrafe verfällt."   

 

1863

Die Firma A. Wahnschaffe ist in die ehemaligen Räume der Firma Roth & Rau umgezogen.

Neue Anschrift ist L. 211 - Josephsplatz (später Josephsplatz 18).
Die Firma Roth & Rau ist nunmehr in S. 984 - Am Obstmarkt (später Obstmarkt 20).

 

    
Anzeige im Nürnberger Beobachter Nr. 12 vom 29. Januar 1863, Nr. 13 vom 31. Januar 1863 und Nr. 18 vom 12. Februar 1863
 
   
     Anzeige in der Allgemeinen Bayerischen Hopfen-Zeitung No. 97 vom 3. Dezember 1863
   
  Johann Konrad Krauß, der Eigentümer des Anwesens L. 292 am Josephsplatz ist verstorben; das Haus gehört den Krauß'schen Relikten [Erbengemeinschaft].
   
  August Wahnschaffe hat sein Vorhaben, einen festen Verkaufsladen auf dem Bahnhof zu errichten, nicht aufgegeben.
Er schreibt am 9. März 1863 an den "Hochlöblichen Stadtmagistrat" unter Hinweis darauf, dass dem Buch- und Kunsthändler Heinrich Schrag vor kurzem die Bewilligung für einen festen Verkaufsladen zum Verkauf von Reiseliteratur erteilt wurde und bittet darum, nun auch einen Laden zum Verkauf von Nürnberger Manufaktur- und Spielwaren sowie Schnitzereien errichten zu dürfen.
Der "Handels- und Fabrikrath der k. b. Stadt Nürnberg" willigt mit Schreiben vom 28. März 1863 ein.
Das Königlich Bayerische Ober-Post und Bahn-Amt von Mittelfranken teilt am 23. Mai 1863 mit, dass auf dem Bahnhof für die Aufstellung einer Verkaufsbude kein geeigneter Platz vorhanden ist und daher nicht aufgestellt werden kann. "Dagegen will man den Verkauf von Spielwaaren mittels Colporteur [Verkaufswagen] während der Anwesenheit der Personenzüge im Bahnhofe gestatten, insofern die polizeiliche Einwilligung nachgewiesen werden kann."
Am 10. Juni 1863 ist der "Handels- und Fabrikrath der k. b. Stadt Nürnberg" mit dem Verkauf von Manufaktur-, Spielwaren und Schnitzereien mittels Colporteur einverstanden.
Der Stadtmagistrat erteilt am 18. Juni 1863 die Genehmigung.
[Ob August Wahnschaffe sein Vorhaben verwirklicht hat ist nicht bekannt]
   
1864 Der Kaufmann Christian Prinoth, der in der Münchener Promenadestraße 6/III wohnt, eröffnet in München ein Spielwarengeschäft in der Kaufingerstraße Nr. 7.
   
     Anzeige im Münchener Adreßbuch 1864
   
1865 Die Kaufmannsgattin Marie Prinoth wohnt in der Gabelsbergerstraße 18/o.
   
1866  August Wahnschaffe spendet dem Nürnberger Rettungshaus für Arme und Verwahrloste "eine Parthie Spielsachen".

Am 3. und 4. Dezember 1866 empfing Se. Maj. der König mehrere Gewerbetreibende und Industrielle, u. a. auch den Spielwarenhändler Wahnschaffe und machte namhafte Bestellungen bei denselben.
   
1867  Das Nürnberger Rettungshaus für Arme und Verwahrloste bekommt wieder "eine Parthie Spielsachen". 
   
     Anzeige im Handels-Adreßbuch von Nürnberg 1867 
   
  Das Geschäft von Christian Prinoth in der Kaufingerstraße Nr. 7 ist aufgelöst.
Marie Prinoth hat in der Münchener Dienersgasse Nr. 22 eine Spielwarenhandlung eröffnet.
   
     Anzeige im Münchener Adreßbuch 1867, 1868, 1869, 1870 und 1871
   

1868

A. Wahnschaffe "grossartigstes Spielwaarenlager auf dem Continent, Josephsplatz S. 211, lässt auf seine Rechnung arbeiten. Der gedruckte Katalog umfasst 147 Druckseiten und 4277 Nummern, wird aber täglich vermehrt; ausser Spielwaaren, Schnizarbeiten in Holz, Elfenbein, Hirsch- und Büffelhorn u. s. w., Statuetten und plastische Gegenstände von Terracotta."

Am 13. Juli 1868 besucht der Kronprinz von Italien u. a. das Wahnschaffe'sche Magazin.

 

Im Dezember stiftet August Wahnschaffe dem Nürnberger Rettungshaus für Arme und Verwahrloste verschiedene Spielsachen: Pistolen, Kästchen.

 

 

   Anzeige im Adress-Taschenbuch der Stadt Nürnberg  1869

 

     Anzeige in der Allgemeinen Zeitung Nr. 363 vom 28. Dezember 1868 
   
  Marie Prinoth wohnt in der Rosengasse 1/IV.
   
1869

Zu Weihnachten werden dem Nürnberger Rettungshaus für Arme und Verwahrloste mehrere Schachteln Spielsachen, 2 Puppen und 1 Gulden in bar gespendet.

 

  Marie Prinoth ist in die Burggasse 13/III umgezogen.
Sie stellt auf der Lokal-Industrie-Austellung in München ein Sortiment Kinderspielwaren aus.
   
     Anzeige im Catalog der Lokal-Industrie-Ausstellung in München 1869  
   
1870

Im Nürnberg-Fürther Industrie-Almanach ist die Firma verzeichnet: "Wahnschaffe, Aug., Nürnberger Spielwaaren und Schnitzarbeiten, feine Spielwaaren im neuesten Geschmack, Fenster-Rouleaux, Gardinen-Verzierungen, Brittannia-Löffel etc. Josephsplatz 18".

 

     Anzeige im Beiblatt zum Kladderadatsch Nr. 41 vom 4. September 1870 
   
     Anzeige in "Nuremberg - A complete and practical Guide"
   
1871     Anzeige in der Illustrierten Zeitung Nr. 1476 vom 14. Oktober 1871 
   
1877

Per 15. Juni 1877 sind Theilhaber der Firma A. Wahnschaffe, Nürnberg, die Kaufleute Wilhelm Preu dahier und Jean Munck dahier, welchen seit 1. d. Mts. in offener Gesellschaft das bis dahin vom Kaufmanne Hubert August Ludwig Wahnschaffe dahier unter obiger Firma betriebene und von diesem mit dem Rechte der Beibehaltung der Firma A. Wahnschaffe künftig als 

Manufaktur- und Spielwarengeschäft fortführen.

 

1879

Ab 19. April 1879 befindet sich eine Zweigniederlassung zu Kissingen.

Prokuristin ist die Kaufmannsehefrau Lina Preu, Nürnberg.

 

1880 August Wahnschaffe erhält am 29. Juli 1880 als Privatier das Heimatrecht in Würzburg, nachdem er auf seine bisherige Heimat verzichtet hat.
   
1882 Er ist ab dem 16. September 1882 in München gemeldet und übernimmt am 20. September 1882 das Spielwarengeschäft der Maria Prinoth in der Dienerstraße 22 durch Kauf.
Die neue Firma heißt August Wahnschaffe, vorm. Marie Prinoth und bezeichnet sich als "erstes und feinstes Spielwaaren-Magazin Münchens" und "bietet die größte Auswahl in gediegenen und aparten Neuheiten".
Er wohnt mit den Kindern Oscar Wahnschaffe und Eugenia Wahnschaffe am Frauenplatz 5/I bei Georg Bürkel.
   
1883

Jean Munck tritt zum 8. Februar 1883 aus der Gesellschaft aus und gründet eine eigenes Geschäft am Hauptmarkt 26 in Nürnberg.

Wilhelm Preu führt die Firma als Alleininhaber fort.

Die Firma wird in das Firmenregister transferiert und im Handelsregister gelöscht.

A. Wahnschaffe, Nürnberg. Zweigniederlassung: Kissingen.

Inhaber Kaufmann Wilhelm Preu, hier.

Prokuristen: 1. Lina Preu, Ehefrau des Firmeninhabers, 2. Wilhelm Uhl, beide hier.

 

  August Wahnschaffe heiratet in 2. Ehe am 18. Juni 1883 in Dillingen die Karoline Barth, verww. Senfft (* 3. November 1849 in Buchloe).
Das Ehepaar wohnt ab 5. Oktober 1883 im Tahl (heute Tal) 66/II bei dem Metzger Sebastian Weber.
   
1884

   Anzeige im Adressbuch von Fürth 1884

 

  Am 12. April 1884 wird die Tochter Wilhelmine Wahnschaffe († 26. November 1918) geboren, die am 18. September 1907 den Bankbeamten Friedrich Harthan in München heiratet.
   
1885

Die Firma stellt auf der Internationalen Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen in Nürnberg "auf eigenartige Weise geätzte und gravirte Zinn-Kannen, Teller und Krug-Beschläge aus, die der Lieferant und Zinngießermeister Georg Waltenberger aus Aibling hergestellt hat und bekommt dafür die Silberne Medaille verliehen.

 

 

 

 
Anzeige im offiziellen Katalog der Internationalen Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen und Legierungen in Nürnberg 1885
   
 
Anzeige im Katalog der Fachbibliothek und des Lesezimmers  zur Internationalen Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen und Legierungen in Nürnberg 1885
   
 
Anzeige im offiziellen Katalog der Internationalen Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen und Legierungen in Nürnberg 1885
   
 
Anzeige im Katalog der Fachbibliothek und des Lesezimmers  zur Internationalen Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen und Legierungen in Nürnberg 1885
   
  Die Familie Wahnschaffe kündigt die Wohnung im Thal 66/II zum 3. Oktober 1885 und ist ab 9. Oktober 1885 in der Reichenbachstraße 32/III bei Weiß gemeldet.
   
1886

   Anzeige im Adressbuch von Fürth 1886  

 

1887 Ab dem 12. September 1887 ist die Anschrift Kaufingerstraße 32/III bei Maurer.
   
 
Inserat im Beiblatt der Fliegenden Blätter vom 4. September 1887
   
     Inserat im Beiblatt der Fliegenden Blätter vom 27. November 1887
   
   
1888 August Wahnschaffe meldet das Spielwarengeschäft August Wahnschaffe, vorm. Marie Prinoth am 24. April 1888 ab und ist nun Privatier.


Er wird am 24. Juli 1888 in Tivoli ertrunken aufgefunden.
   
1889

Die Prokura des Wilhelm Uhl, hier, ist per 31. Mai 1889 erloschen; dagegen wurde dem Kaufmannn Georg Heckk, dahier, Prokura erteilt., dahier, Prokura erteilt.

 

  Nunmehrige Inhaberin der Spielwaren-Handlung August Wahnschaffe, vorm. Marie Prinoth in der Münchener Dienerstraße 22/o  ist ab 16. Oktober 1889 durch Ankauf der Handelskonzession Karoline Wahnschaffe.
   
1891 Die Wohnung Kaufingerstraße 32/III wird zum 3. Oktober 1891 gekündigt; neue Anschrift ab 13. Oktober 1891 ist Dienerstraße 22/I bei Raff.
   
1893 Die Witwe Karoline Wahnschaffe heiratet am 9. Januar 1893 in Frankfurt a. M. den Kaufmann Karl August Dienes (* 7. Oktober 1849 in Höningen/Rheinland-Pfalz als Sohn des Karl Dienes und dessen Ehefrau Auguste, geb. Zimmermann).

Das Ehepaar wohnt in der Dienerstraße 22/I.
   
1894 Inhaber der Spielwarenhandlung in der Dienerstraße 22 sind ab 18. Juli 1894 Karl August Dienes und Karoline Dienes.
   
1895

   Katalog 1895

 

 

  

Im Katalog von 1895 sind viele flache und plastische (oder massive) Zinnfiguren, Puppen-Wascheinrichtungen sowie Altargeräte aus Zinn von Ernst Heinrichsen, Georg Spenkuch, Johann Haffner, Babette Schweizer etc. aufgeführt  

 

1897 Karoline Dienes stirbt am 16. März 1897 in München.

Karl August Dienes meldet das Geschäft als Alleininhaber zum 13. April 1897 an.
   
1898 Karl August Dienes  heiratet am 28. Juli 1898 die Aufschlägerstochter [Aufschläger = Zolleinnehmer] Rosamunde Ludmilla Mayr (* 22. April 1861 in Ebersberg/Schwaben).
Er erhält am 17. Oktober 1898 die Bayerische Staatsangehörigkeit für sich und seine Frau, am 5. November 1898 das Bürger- und Heimatrecht und leistet am 23. November 1898 den Verfassungseid.
 
   
1899

Ab 1. Mai 1899 wird den Kaufleuten Andreas Munzer und Ferdinand Staudt in Nürnberg Prokura erteilt.

   
1901

Seit 1. Mai 1901 ist die Firma eine Offene Gesellschaft.

Die Prokura der H. Munzer und Staudt ist erloschen.

A. Wahnschaffe, Nürnberg. Zweigniederlassung: Kissingen.

Gesellschafter sind die Kaufleute Wilhelm Preu, Andreas Munzer, Ferdinand Staudt, in Nürnberg.

Prokuristen: Lina Preu, Ehefrau des Teilhabers Wilhelm Preu; Georg Hechtel, Kaufmann, beide in Nürnberg.

Jeder Teilhaber ist vertretungs- und zeichnungsberechtigt.

 

1907

Wilhelm Preu ist aus der Gesellschaft ausgeschieden; an seine Stelle ist sein Sohn Karl Preu, Kaufmann in Nürnberg als weiterer vollberechtigter Gesellschafter in die Gesellschaft eingetreten.

Die Prokura der Lina Preu ist erloschen.

 

 

  

Im Katalog von 1907 werden wiederum viele plastische oder massive Zinnfiguren von Georg Spenkuch, Johann Rupprecht und Johann Haffner's Nachfolger sowie extrafeine flache Zinn-Kompositions-Figuren von Ernst Heinrichsen angeboten.

 

 

   Katalog 1907

 

 

  

Entgegen der im Katalog unter Bestellnummer 646 gezeigten Packungszusammenstellung "Mit Volldampf voraus" der Firma Spenkuch ist ein Originalkarton mit einer etwas anderen Zusammenstellung bekannt.

Die Firma Wahnschaffe hat also die von ihr vertriebenen Figurenpackungen mit eigenen Etiketten versehen.

 

1908

    Inserat aus Wegweiser 1908 (Zinnfigurenpackung "Luftschifferabteilung" von Spenkuch)

 

  Karl August Dienes und Rosa Dienes wohnen ab 15. April 1908 in der Conradstraße 11/II bei Krätzer.
   
1909

Am 1. Februar 1909 wird die Firma Nürnberger Spielwaren - Hans Fritz C. Müller vorm. Detailgeschäft der Firma A. Wahnschaffe in Nürnberg gegründet.

Inhaber ist der Kaufmann Fritz Christian Müller in Nürnberg.

Eine Zweigniederlassung wird am 30. September 1909 in Bad Kissingen errichtet.

 

Die Zweigniederlassung der Firma A. Wahnschaffe in Kissingen ist per 30. September 1909 aufgehoben.

 

1911

Zum 27. Oktober 1911 ist Karl Preu aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die Gesellschaft besteht unter den verbleibenden Gesellschaftern weiter.

Die Firma darf ab 7. März 1911 den Titel "Königlich Bayerischer Hoflieferant" führen.

 

  Karl August Dienes stirbt am 5. April 1911.
Inhaberin der Spielwarenhandlung A. Wahnschaffe ist ab 16. Mai 1911
Rosa Dienes.
Sie wohnt ab 14. September 1911 in der Residenzstraße 18/I, 1. Aufgang, bei Schwabe.
   
1912

Am 3. Januar 1912 ist der Kaufmann Karl Stich in Nürnberg als weiterer vollberechtigter Gesellschafter eingetreten.

 

           

Werbemarken (5 x 7 cm, die es auch noch in anderen Farben gibt) - Sammlung und Fotos Matthias Stich [nicht verwandt mit dem o. a. Gesellschafter Karl Stich!]
   
1913

Per 3. Juli 1913 ist Ferdinand Staudt aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die Gesellschaft besteht unter den verbleibenden Gesellschaftern weiter.

 

  Der Firma August Wahnschaffe, Inhaberin Rosa Dienes, wird am 12. März 1913 der Titel "Königlich bayerischer Hoflieferant" verliehen.
   
1914

Ab 12. Januar 1914 ist der Kaufmann Fritz C. Müller in Nürnberg als weiterer vollberechtigter Gesellschafter eingetreten.

Am 19. Januar 1914 ist Karl Stich als Gesellschafter ausgeschieden.    

Die Gesellschaft besteht unter den übrigen Gesellschaftern fort.

 

Die Zweigstelle der Firma "Nürnberger Spielwaren - Hans Fritz C. Müller vorm. Detailgeschäft der Firma A. Wahnschaffe in Nürnberg" in Bad Kissingen ist zum 27. April 1914 aufgehoben.

 

Eine Zweigniederlassung der Firma "A. Wahnschaffe , Nürnberg" wird zum 27. April 1914 in Bad Kissingen errichtet.

 

1919

Zum 7. März 1919 ist die Prokura des Georg Hechtel erloschen.

 

1920 Rosa Dienes stirbt am 29. Mai 1920. Ihr Spielwarenhandel in der Dienerstraße 22 wird zum 21. Juli 1920 abgemeldet.
Inhaber ist jetzt der Kaufmann Max Daiber.
   
1927 Nach dem Deutschen Reichs-Adreßbuch für Industrie, Gewerbe, Handel und Landwirtschaft ist der Laden jetzt in der Theatinerstraße 18.
   
1929

Die Zweigniederlassung in Bad Kissingen ist per 24. Oktober 1929 aufgehoben.

 

1931

Per 22. Mai 1931 ist die Gesellschaft aufgelöst.

Das Geschäft ist auf den Kaufmann Johann Heinrich Munker in Nürnberg unter Ausschluß der im bisherigen Geschäftsbetriebe begründeten Verbindlichkeiten übergegangen, der es unter unveränderter Firma weiterführt.

 

1932

Ab dem 12. Mai 1932 lautet die Firma "Munker & Co. Spielwarenhandlung Gesellschaft mit beschränkter Haftung", Nürnberg, Königstr. 45.

Geschäftsführer: Karl Sporer, Fabrikbesitzer in Laaber, Opf.

Der Geselllschaftsvertrag ist am 25. April 1932 festgestellt.

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Spielwaren, Andenken und ähnlichen Artikel. Die  Gesellschaft ist berechtigt, auch ähnliche Unternehmungen zu betreiben, solche zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen.

Das Stammkapital beträgt RM 20.000,- zwanzigtausend Reichsmark.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder je einem von ihnen in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten.

Ab dem 3. Juni 1932 lautet die Firma "Wahnschaffe-Munker Nürnberger Spielwaren Gesellschaft mit beschränkter Haftung".

Als weiterer Geschäftsführer ist bestellt: Johann Heinrich Munker, Kaufmann in Nürnberg.

Die Änderung des Firmennamens wurde in der Gesellschafterversammlung vom 13. Mai 1932 beschlossen.

 

1933

In der Gesellschafterversammlung vom 11. Mai 1933 wurde eine Erhöhung des Stammkapitals um zwanzigtausend Reichsmark - 20.000,- RM - auf vierzigtausend Reichsmark - 40.000,- RM - beschlossen und am 2. August 1933 in das Firmenregister eingetragen.

 

1934

Ab 15. November 1934 ist Karl Sporer nicht mehr Geschäftsführer; Johann Heinrich Munker ist nun alleiniger Geschäftsführer.

 

1936

Zum 3. November 1936 ist die seitherige Firma erloschen.

Die Gesellschafterversammlung vom 28. September 1936 beschloß die Umwandlung der Gesellschaft durch Übertragung des Vermögens im Ganzen unter Ausschluß der Liquidation auf die neugegründete Kommanditgesellschaft Wahnschaffe-Munker Nürnberger Spielwaren KG. die das Geschäft fortführt.

Wahnschaffe-Munker Nürnberger Spielwaren KG., Nürnberg.

Persönlich haftender Gesellschafter: Johann Heinrich Munker, Kaufmann in Nürnberg.

Kommanditist: Hans Salb, Fabrikbesitzer in Behringersdorf.

 

1937

Die Firma ist per 17. Februar 1937 erloschen.

 

1938

Im Spielzeugkatalog aus dem Jahr 1938 werden Zinn- oder Bleifiguren nicht mehr angeboten! 

 

    Katalog 1938

 

  Max Daiber wohnt in der Schweigerstraße 2/V.
Eigentümerin des Hauses Theatinerstraße 18 ist die Banque Belge Pour L'Etranger Société Anonyme in Brüssel.
   
1939

Wahnschaffe-Munker Nürnberger Spielwaren KG., Nürnberg

Persönlich haftender Gesellschafter: Johann Heinrich Munker, Kaufmann in Nürnberg.

Kommanditist: Hans Salb, Fabrikbesitzer in Behringersdorf, mit einer Einlage von 60.301,05 RM.

 

1954

Am 4. März 1954 wird in das Firmenregister eingetragen:

Persönlich haftender Gesellschafter: Hermann Munker, Kaufmann in Nürnberg.

Der einzige Kommanditist Hans Salb ist durch Tod aus der Kommanditgesellschaft ausgeschieden.

Johann Heinrich Munker hat das Geschäft unter der bisherigen Firma als Alleininhaber fortgeführt.

Alsdann sind in das Geschäft der Kaufmann Hermann Munker als persönlich haftender Gesellschafter und die Geschäftsteilhaberin Fräulein Lieselotte Munker, beide in Nürnberg, mit einer Kommanditeinlage von DM 5.000,- eingetreten. Nun wieder Kommanditgesellschaft, die am 1. Januar 1954 begonnen hat.

 

1956 Die Spielwarenhandlung August Wahnschaffe, Inhaber Max Daiber, ist jetzt in der Sendlinger Straße 1.
Am 10. August 1956 übergibt Max Daiber den Einzelhandel mit Spielwaren und Kleinfeuerwerkskörpern an seinen Sohn Fritz Daiber (23. September 1918).
   
1961 Die Spielwarenhandlung August Wahnschaffe, Inhaber Fritz Daiber wird am 31. Dezember 1961 beendet, die Firma aufgelöst.
   
1962

Ab 19. Oktober 1962 heißt die Firma "Spielwaren Munker KG."

Auf die bisherige Firma wurde verzichtet und eine neue Firma aufgenommen.

 

1967

Per 10. August 1967 ist die Einlage der Kommanditistin Liselotte Munker um 15.000,- DM auf 20.000,- DM erhöht.

 

1968

Der Eintrag im Firmenregister vom 19. September 1968 lautet:

Spielwaren Munker KG., Nürnberg.

Geschäftsinhaber: Johann Heinrich Munker, Kaufmann in Nürnberg.

Persönlich haftender Gesellschafter: Hermann Munker, Kaufmann in Nürnberg.

Kommanditgesellschaft seit 1.1.1954.

Kommanditistin: Liselotte Munker, Geschäftsteilinhaberin in Nürnberg mit einer Einlage von 20.000,- DM.

 

1973

Zum 30. August 1973 ist Johann Heinrich Munker aus der Gesellschaft ausgeschieden.        

Als Kommanditistin ist in die Gesellschaft eingetreten Berta Munker, geb. Geng, Hausfrau in Nürnberg mit einer Einlage von 10.000,- DM.

 

1981

Die Kommanditistin Berta Munker ist zum 30. August 1981 aus der Gesellschaft ausgeschieden.    

Ihre Einlage ist zu einem Teilbetrag von 5.000,- DM im Wege der Sonderrechtsnachfolge übergegangen auf Lieselotte Munker, deren Einlage sich daher auf 25.000,- DM erhöht hat.

Per 17. August 1981 ist die Gesellschaft aufgelöst.

Hermann Munker, Kaufmann in Nürnberg ist zum Abwickler bestellt.

 

1982

Mit dem 28. September 1982 ist die Firma erloschen.

 

 

Anschriften in Nürnberg ab:

1857  A. Wahnschaffe, Manufactur- und Spielwaren-Handlung, Josephsplatz L. Nr. 292

1863  A. Wahnschaffe, Manufacturwaarenhdlg., 4. D. L. 211

1869  H. Aug. Wahnschaffe, Großhändler, Josephsplatz 18

1878  A. Wahnschaffe, Kurz- und Spielwaarenhdlg. en gros & en detail, Josephsplatz 18

1905  A. Wahnschaffe; en detail: Josephsplatz 18; en gros und Export: Fürther Str. 35

1914  A. Wahnschaffe, Fürther Straße 35

1923  A. Wahnschaffe (Inh. Fritz E. Müller u. Andr. Munzer) Kurz- und Spielwarengroßhdlg. und Exportabt., Josephsplatz 18

1930  A. Wahnschaffe (Inh. Fritz E. Müller u. Andr. Munzer) Nürnberger Spielwarenhaus, Josephsplatz 18

1936  Wahnschaffe-Munker Nürnberger Spielwaren GmbH., Königstr. 45, Josephsplatz 18

1940  Wahnschaffe-Munker Nürnberger Spielwaren KG., Königstr. 45, Josephsplatz 18

1949  Keßlerplatz 17

1952  Ludwigstr. 40

   
 

Quellen:

Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg

Adressbücher der Stadt Nürnberg

Adreßbuch der Stadt Fürth 1859, 1884, 1886

Adressbücher München online (BSB/MDZ, Google books, genealogy.net)

Deutsches Reichs-Adressbuch für Industrie, Gewerbe und Handel 1898/99 (BSB)

Deutsches Reichs-Adressbuch für Industrie, Gewerbe, Handel und Landwirtschaft 1927

Reichs-Adressbuch 1957

Stadtarchiv München (Meldebogen August Wahnschaffe, Familienbogen Dienes, Legimitation Dienes, Haupt-Liste für den Reichs-Länder Dienes)

familysearch.org

Stadtarchiv Nürnberg (Signatur C7_II_15316_00, 01-07, 16, 16a,17-35, 36a, b, c, 37-40, 42-59)

Neunter Jahresbericht der Maximilians-Heilungsanstalt für arme Augenkranke in Nürnberg  vom ersten Merz 1822 bis ersten Merz 1823, Nürnberg 1823 (Google books)

Friedens und Kriegs Kurier Nro. 91 vom 16. April 1823 und Nro. 119 vom 19. Mai 1823 (Google books)

Nürnbergs Handelsaddreßbuch oder Verzeichniß aller Kaufleute und Fabrikanten der Stadt Nürnberg und ihres Burgfriedens, Nürnberg 1835 (Google books)

Neunundzwanzigster Jahresbericht der Maximilians-Heilungsanstalt für arme Augenkranke in Nürnberg  vom 1. Merz 1842 bis 1. Merz 1843, Nürnberg 1843 (Google books)

Katalog der Industrie-Ausstellung in Leipzig 1850 (Google books)

Die deutsche Industrie-Ausstellung in der Central-Halle zu Leipzig, Leipzig 1850 (Google books)

Nürnberger Kurier Nr. 70 vom 11. März 1851 (Google books)

Bericht der Beurtheilungs-Commission bei der allgemeinen deutschen Industrie-Ausstellung zu München 1854 (Google books)

Richard Ford: Handbook for Travellers in Spain, London 1855 (Google books)

Zweiundvierzigster Jahres-Bericht der Maximilians-Heilungs-Anstalt für arme Augenkranke in Nürnberg  vom 1. März 1855 bis 1. März 1856, Nürnberg 1856 (Google books)

Fürther Tagblatt No. 258 vom 28. Oktober 1858 und No. 268 vom 9. November 1858 (Google books)

Fränkischer Kurier Nr. 341 vom 8, Dezember 1859 (Google books)

Bericht des Nürnberger Rettungshauses für Arme und Verwahrloste 1861/62, 1865/66, 1866/67. 1867/68 und 1868/69 (Google books)

Abendblatt zur Neuen Münchener Zeitung Nr. 12 vom 14. Januar 1862, Nr. 15 vom 17. Januar 1862, Nr. 49 vom 26. Februar 1862, Nr. 56 vom 6. März 1862 und Nr. 70 vom 22. März 1862 (Google books)

Der Bayerische Landbote No. 15 vom 15. Januar 1862 (Google books)

Beiwagen zum Volksboten No. 9 vom 3. März 1862 (Google books)

Der Volksbote No. 63 vom 16. März 1862 (Google books)

Bayerische Zeitung Nr. 123 vom 19. Mai 1862 (Google books)

Neue Würzburger Zeitung No. 137-38 vom 19. Mai 1862 (Google books)

Augsburger Postzeitung No. 118 vom 19. Mai 1862 (Google books)

Augsburger Tagblatt No. 138 vom 20. Mai 1862 (Google books)

Landshuter Zeitung Nro. 118 vom 22. Mai 1862 und Nro. 120 vom 24. Mai 1862 (Google books)

Straubinger Tagblatt No. 120 vom 23. Mai 1862 (Google books)

Zeitschrift für Gerichtspraxis und Rechtswissenschaft in Bayern, München 1862 (Google books)

Nürnberg. Vollständiger Führer durch die Stadt und ihere Sehenswürdigkeiten, Nürnberg 1863 (Google books)

Nürnberger Beobachter Nr. 12 vom 29. Januar 1863, Nr. 13 vom 31. Januar 1863 und Nr. 18 vom 12. Februar 1863 (Google books)

Tag- und Anzeigblatt für die Städte Dillingen, Lauingen, Höchstädt und Gundelfingen Nr. 282 vom 10. Dezember 1866 (Google books)

Handels-Adreßbuch von Nürnberg 1867 

Reisehandbuch für das Königreich Bayern von Dr. Julius Bernhard, II. Abtheilung oder industrieller Theil, Hoffmann'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 1868 (Google books)

Lindauer Tagblatt für Stadt und Land No. 169 vom 17. Juli 1868 (Google books)

Allgemeine Zeitung Nr. 363 vom 28. December 1868 (Google books)

Adreß-Taschenbuch der Stadt Nürnberg, Nürnberg 1869 (Google books)

Catalog der Lokal-Industrie-Ausstellung in München 1869 (Google books)

Henry Wright: Nuremberg - A complete an practical Guide to all the objects of interest in the town an copious an interesting notices of its history, Nuremberg 1870 (Google books)

Nürnberg-Fürther Industrie-Almanach, Nürnberg 1870 (Google books)

Beiblatt zum Kladderadatsch Nr. 41 vom 4. September 1870 (Google books)

Katalog der Internationalen Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen und Legierungen in Nürnberg 1885 (Bayerische Staats-Bibliothek - Digitalisierungs-Zentrum online)

Katalog der Fachbibliothek und des Lesezimmers  zur Internationalen Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen und Legierungen in Nürnberg 1885 (Bayerische Staats-Bibliothek - Digitalisierungs-Zentrum online)

Beiblatt der Fliegenden Blätter, Nr. 2197, Erstes Blatt, LXXXVII. Band; München, den 4. September 1887 (online digi.ub.uni-heidelberg.de)

Beiblatt der Fliegenden Blätter, Nr. 2209, Viertes Blatt, LXXXVII. Band; München, den 27. November 1887 (online digi.ub.uni-heidelberg.de)

Marita Krauss: Die königlich bayerischen Hoflieferanten", Volkverlag München, 2009

Landeshauptstadt München, Kreisverwaltungsreferat: Auskunft aus dem Gewerberegister zu Fritz Daiber

Fotos Spenkuch-Kasten mit Wahnschaffe-Etikett: Detlef Hagemeier †, Mühlheim/Ruhr - herzlichen Dank!

Inserat aus Wegweiser 1908: Herzlichen Dank an Harald Merklein, Nürnberg!

Vielen Dank an Rudolf Rühle für den Hinweis, dass der letzte Katalog von 1938 ist: "Unter besonders aktuelle Filme für das Noris-Heimkino werden "Der Führer besucht Italien" und "Österreich kehrt ins Reich zurück" angeboten".

Ich danke Matthias Stich für hilfreiche Hinweise!

Archion: Krichenbücher Nürnberg-St. Lorenz, Nürnberg-St. Jakob, Nürnberg-St. Sebald, Kirchenbücher Langenburg

   
 

Kosten dieser Seite:

Amtsgericht Nürnberg EUR 20,00

Handelsregister online EUR 4,50

Stadtarchiv München EUR 32,62

Stadtarchiv Nürnberg EUR 88,00

Kreisverwaltungsreferat München (Melderegister w/ Fritz Daiber - ohne Ergebnis) EUR 10,00

Vogt-Ahnenforschung EUR 29,75 (ich danke Sabine Haselhorst sehr herzlich für die Recherche!)

Archion EUR 4,00 (anteilig)

 

 

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