| Büchner, Carl Heinrich August - Rudolstadt | |
| 1811 | Am 21. Februar 1811 wird Johann Georg Büchner geboren als 4. Sohn des Pfarrers Johann Friedrich Büchner und dessen Ehefrau Friederiken Johannen Bernhardinen, geb. Streit. |
| 1832 |
Er hat das Zinngießerhandwerk erlernt, ist Meister und wird als Bürger in Rudolstadt aufgenommen. |
| Er heiratet am 25. September 1832 die Bernhardine Luise Friederike Dünkel (* 23. Juli 1810 in Rudolstadt), Tochter des Fürstlichen Reitknechts Johann Ludwig Friedrich Dünkel (* 11. Dezember 1782; † 20. Dezember 1813) und dessen Ehefrau Johanna Catharina, geb. Lunderstädt (* 2. Juli 1780; † 30. November 1856). | |
| Das Ehepaar hat die Kinder:
Carl Heinrich August Büchner (* 28. Februar 1833) und Maria Luise Auguste Büchner (* 25. Mai 1834) |
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| 1834 | Johann Georg Büchner stirbt am 17. Januar 1834; er wird nur knapp 23 Jahre alt. |
| 1837 |
Seine Witwe heiratet am 11. Juli 1837 den Zinngießermeister Johann Friedrich Ehrhard Sonnekalb (* 16. September 1812 in Teichel als Sohn des Friedrich Nicolaus Sonnekalb und dessen Ehefrau Juliane Friederike, geb. Pfeifer). |
| Das Ehepaar hat die Kinder: August Theodor Sonnekalb (* 2. Oktober 1837), Ernst Friedrich Theodor Sonnekalb (* 23. Dezember 1839) und Friedrich August Adolph Sonnekalb (* 28. Januar 1841). |
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Meisterzeichen des Johann Friedrich
Erhard Sonnekalb |
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| 1862 | Carl Büchner wird als Staatsbürger in Rudolstadt angenommen. |
| 1863 |
Auf sein Heiratsgesuch beschließt der Stadtrat in seiner Sitzung vom 2. Februar 1863: "In der Heiratssache des Zinngießermeisters Carl. Aug. Büchner hier beschließt der Stadtrat, daß derselbe erst sein Geschäft beginnen soll, bevor ihm eine weitere Zusage gemacht werden kann."
Er macht sich als Zinngießermeister selbständig und gibt seine Geschäftseröffnung im Rudolstädter Wochenblatt am 18. Juli 1863 bekannt: "Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zeigt Unterzeichneter sein Etablissement ergebenst an, und versichert, alle gütigen Aufträge auf's Beste und Billigste auszuführen. - Altes Zinn wird zu den höchsten Preisen gekauft. Carl Büchner, Zinngießermeister, wohnh. alte Straße im früher Kuhnd'schen Hause."
Am 11. August 1863 heiratet er in Rudolstadt die Ottilie Anna Franziska Lochow (* 15. März 1835 in Halle), Tochter des Königlichen Postconducteurs Carl Heinrich Eduard Lochow aus Erfurt. Die Ehe bleibt kinderlos. |
Meistermarke Carl Büchner |
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| 1864 | Der 1837 geborene August Theodor Sonnekalb ist Schuhmacher in Rudolstadt und heiratet am 6. Oktober 1864 die Dorothea Magdalene Caroline Agneta Flemming (* 30. Januar 1841), Tochter des Schuhmachermeisters Johann Heinrich Christian Flemming. |
| 1865 | Der 1841 geborene Friedrich August Adolph Sonnekalb ist Zimmergeselle in Rudolstadt und heiratet am 30. März 1865 die Rosalie Pauline Vogler (* 15. April 1845), Tochter des Fürstlichen Regierungs-Canzlisten Wilhelm Günther Vogler. |
| 1866 | Der 1839 geborene Ernst Friedrich Theodor Sonnekalb ist Frauenschneider in Rudolstadt und heiratet am 6. Februar 1866 die Caroline Friedericke Lieber (* 10. März 1846), Tochter des Schneidermeisters Johann Wilhelm Theodor Lieber. |
| 1869 | Friedrich Sonnekalb stirbt am 27. April 1869; er wird nur 56 Jahre alt. |
| 1876 |
Carl Büchner zieht mit seiner Werkstätte innerhalb von Rudolstadt um. |
| 1882 | Es erfolgt ein weiterer Umzug in die Ratsgasse Nr. 10. |
| 1885 | Ottilie Anna Franziska Büchner, geb. Lochow stirbt am 1. Januar 1885. |
| 1895 | Am 17. März 1895 stirbt Bernhardine Luise Friederike Sonnekalb, verww. Büchner, geb. Dünkel. |
| 1909 |
Carl Büchner stirbt als Witwer am 10. August 1909 in der Fürstlichen Landes-Heil- und Pflegeanstalt. |
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Zinnfiguren: nicht bekannt
Hampe schreibt u. a.: "Sollen doch sogar noch im späteren 19. Jahrhundert Zinnsoldaten auch aus der Pozellanfabrik zu Rudolstadt hervorgegangen sein." Auf meine Anfrage vom 26. Januar 2013 an alle noch in Rudolstadt produzierenden Porzellanmanufakturen meldete sich lediglich die Porzellanmanufaktur Christel Kämmer sowie die Aelteste Volkstedter Porzellanmanufaktur mit dem Hinweis, dass in der Geschichte ihrer Firma von Zinnfigurenformen nichts bekannt ist. Tatsächlich wurde der Nachlass Büchners (u. a. 150 Schieferformen) dem Thüringer Landesmuseum Heidecksburg übereignet. |
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Quellen: Theodor Hampe: Der Zinnsoldat - ein deutsches Spielzeug, Verlag Herbert Stubenrauch, Berlin 1924 Curt F. Kollbrunner: Zinnfiguren - Zinnsoldaten - Zinngeschichte, Hirmer-Verlag München 1979 Dieter Nadolski: Altes Gebrauchs-Zinn, Edition Leipzig 1983 Ulf Leinweber: Die kleine Figur - Geschichte in Masse und Zinn, Staatliche Kunstsammlungen Kassel, 1985 Heinz Schenzle: Sigel-Bestimmungsbuch, Freunde der Plassenburg e. V. Kulmbach, 1987
Stadtarchiv Rudolstadt: Staatsbürgerschein Fürstl. Schwarzb. Rudolst. gnädigst privilegirtes Wochenblatt Nr. 29 vom 18. Juli 1863 Stadtrat Rudolstadt: Extract aus dem Protokoll der Stadtratssitzung vom 2. Februar 1863 Attest der Polizei-Verwaltung Erfurt vom 14. Januar 1863 (Führungszeugnis Ottilie Lochow) Sterbeurkunde Carl Büchner vom 10. August 1909 Ostthüringer Zeitung vom 28. März 2024 Ich danke Frau Sachgebietsleiterin Bähring für umfassende Recherche (2013)! Archion: Kirchenbücher Rudolstadt, Seebergen und Teichel |
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| Kosten dieser Seite: Stadtarchiv Rudolstadt € 24,46 Archion € 8,00 (anteilig) |
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| 15.01.2014 - 04.06.2026 | |