Leipold (Leypold), Johann Michael - Kitzingen und Würzburg
   
  Nachnamen wie in den Kirchenbüchern!
   
1794 Johann Michael Leypold wird in Kemnath geboren als Sohn des Alaun- bzw. Weißgerber Johann Leypold und dessen Ehefrau Maria Anna, geb. Obermayr und am 12. Dezember 1794 getauft.
   
1827 Am 25. Juli 1827 macht er in Würzburg seine Meisterprüfung und läßt sich in Kitzingen  Nro. 5 ½ nieder.
   
     Stadt- und Meisterzeichen des Johann Michael Leypold
   
1828 Johann Leipold heiratet am 8. April 1828 die Maria Anna Theresia Ruckert (≈ 18. November 1794 in Würzburg), Tochter des Zinngießermeisters Philipp Ruckert und dessen Ehefrau Maria Catharina Josepha Antonia, geb. Schürer.
  Der uneheliche Sohn Johann Michael Ruckert (* 14. Mai 1822), den sie mit in die Ehe bringt, wird von ihm adoptiert und heißt nun Johann Michael Leipold.
   
1830 Johann Leipold erhält am 19. Juli 1830 die Gewerbekonzession für Würzburg
   
1836 Der 1822 geborene Johann Michael Leipold erlernt von 1836 bis 1841 in Wien das Zinngießerhandwerk.
   
1846 Nach dem Adressbuch wohnt und arbeitet Johann Leipold mit seiner Familie in der Marktgasse Nr. 317, geht aber wegen ehelicher Streitigkeiten wieder als Geselle auf Wanderschaft.
   
1848 Am 13. Oktober 1848 macht Johann Michael Leipold in Bamberg seine Meisterprüfung.
   
1849 Er erhält am 25. September 1849 die Gewerbekonzession für Würzburg und übernimmt das nach dem Weggang des Vaters von der Mutter betriebene Geschäft in der Marktgasse Nr. 317.
   
  Am 25. November 1849 heiratet er in Würzburg die Katharina Schleelein (* 15. Dezember 1815 in Herlheim), Tochter des Kühehirt Andreas Schlelein und dessen Ehefrau Ursula, geb. Bauer.
  Das Ehepaar hat den Sohn Johann Adam Leipold (* 6. September 1850)
   
1851 Johann Leipold kehrt nach Würzburg zurück und betreibt sein Gewerbe bis 1852.
   
1852 Er wohnt in der Pleichacher Kirchgasse Nr. 334, seine Frau Anna Leipold in Nr. 178 Höllriegel und der Sohn Johann Michael Leipold ist nach wie vor in der Marktgasse Nr. 317.
   
1853 Er gibt wegen Krankheit und völliger Mittellosigkeit auf und wohnt im Ehehaltenhaus Außerhalb des Sanderthores Nr.331 [ein Armenhaus].
   
1857 Dort stirbt Johann Leipold am 24. Mai 1857.
   
1859 Johann Michael Leipold wohnt im Ehehaltenhaus Nr. 331.
   
1861 Die Witwe Anna Leipold, die auch im Ehealtenhaus Nr. 331 untergebracht ist, stirbt dort am 13. April 1861.
   
1865 Johann Michael Leipold lebt nun im Haus Pleichacher Kirchgasse Nr. 334; sein Gewerbe ruht.
   
1868 Die Pleichacher Kirchgasse Nr. 334 ist umnummeriert in Pleichacher Kirchgasse 10, sein Gewerbe ruht.
   
1871 Johann Michael Leipold stirbt Anfang April 1871.
   
1872 Seine Witwe Katharina Leipold wohnt weier in der Plaichacher Kirchgasse 10
   
1876 Sie betätigt sich als Zugeherin [Zugehfrau, Haushaltshilfe] und wohnt in der Plaichacher Thorgasse 20, der Sohn Johann Adam Leipold ist Eisenbahnspengler und hat die Wohnung Plaichacher Kirchgasse 10 bezogen.
   
1878 Adam Leipold ist im Adressbuch als Taglöhner in der Felsengasse 5 ½ eingetragen.
   
1881 Katharina Leipold arbeitet als Zeitungsträgerin und wohnt Ulmergasse 2, der Spengler Adam Leipold in der Unteren Bocksgasse 5.
   
1882 Katharina Leipold stirbt am 1. Mai 1882.
   
   
  Quellen:
Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und ihre Marken Band VII (Süddeutsche Zinngießer III), Leipzig, K.W.Hiersemann, 1921 - 1931
Matricula: Kirchenbücher Kemnath, Kitzingen-St. Johannes der Täufer, Würzburg-St. Kilian (Dom) und Würzburg-St. Peter und Paul, Herlheim Adressbücher Würzburg online
   
   
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  06.04.2026