Saur, Carl (II) - Stockholm
   
1738 Carl Saur (II) wird am 20. November 1738 in Stockholm getauft als Sohn des Zinngießermeisters Carl Saur und dessen Ehefrau Anna Katarina, geb. Schultz, Witwe des Wagenbauers Hinrich Rijscher († 8. Oktober 1736).
   
1752  Er erlernt das Zinngießerhandwerk von 1752 bis 23. Mai 1757 bei seinem Vaterund bleibt bei ihm bis 29. Juli 1763 als Geselle.
   
1763 Er bewirbt sich am 22. Juni 1763 für die Zulassung zur Meisterprüfung und erhält die Zusage, in der engeren Auswahl zu bleiben.
  Er geht ins Ausland.
   
1770 Am 17. Oktober 1770 kommt er zuletzt aus Danzig nach Stockholm zurück und wird wieder von seinem Vater aufgenommen.
   
1772 Mit Genehmigung der Behörde und einem Pass seines Vaters geht er am 21. Juli 1772 wieder ins Ausland.
   
1773 Schon am 15. August kommt er zuletzt aus Kopenhagen zurück in die väterliche Werkstatt und bleibt dort bis 1779.
   
1779 Ab 15. November 1779 arbeitet Carl Saur bei seinem Onkel Jakob Sauer (III).
   
1780 Nach einem erneuten Antrag auf Zulassung zur Meisterprüfung wird ihm am 14. April 1780 die Genehmigung erteilt, da er viele Jahre als Geselle geschickt und zuverlässig gearbeitet hat.
   
  Seine Meisterstücke sind eine bauchige Trinkkanne mit Deckel und einem Fassungsvermögen von ca. 1,3 Liter, eine Zuckerschale mit Deckel und Löffel und ein Henkelmann mit Zwischenfach und einem Fassungsvermögen von 1,3 Liter.
   
  Trotz kleiner Fehler wird er am 8. August 1780 Meister.
   
     Meisterzeichen (seines Vaters) vom 11. August 1780 bis 13. Februar 1811 (Bruzelli)
   
1781 Nach dem Tod seines Vaters am 6. Februar 1781 übernimmt er dessen Werkstätte.
   
1799 Am 9. Juni 1799 heiratet er seine Haushälterin Kristina Wastenius (* 5. Mai 1764 in Ramsberg).
   
1809 Carl Saur stirbt kinderlos am 24. Januar 1809.
   
1811 Die Witwe Kristina Saur stempelt bis 13. Februar 1811, löst dann die Werkstatt auf und heiratet am 1. Oktober 1811 den Rechtspfleger am Sveaer Appelationsgericht Herry Georg Malmborg (* 7. Mai 1779 in Malmö; † 6. September 1834).
   
1851 Kristina Malmborg, verww. Saur, geb. Wastenius stirbt am 3. Mai 1851 ohne Erben.
   
  Gesamtproduktion 26636 Pfund Zinn.
   
   
  Carl Saur hat in seiner Schaffenszeit 3 Lehrlinge und 28 Gesellen (davon Carl Fredrik Möller vom 12. Juni 1803 bis 1804 und vom 15. Februar 1807 bis 24. Januar 1809 und dann bei der Witwe bis 13. Februar 1811)
   
  Meisterzeichen (Löfgren):
Carl Saur verwendete die Stempel seines Vaters
   
  1791                    1782 (Siegel auf einem Pass für Samuel Renström, Karlskrona)
   
   
  Quellen:
familysearch
Birger Bruzelli: Tenngjutare i Sverige, Forum-Verlag, Stockholm 1967
Albert Löfgren: Det Svenska Tenngjutarehantverkets Historia, Band 3, Nordiska Museets Förlag Stockholm 1950
   
   
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