| Zächenberger (Zachenberger, Zechenberger), Johann Baptist - Aibling | |
| Familienname wie in den Kirchenbüchern bzw. Zeitungen! | |
| 1816 | Johann Baptist Zachenberger wird am 21. April 1816 in München geboren als Sohn des Zinngießers Constantin Anton Zachenberger (* 13. Juni 1788 in München; † 21. Juni 1853 in Aibling) und dessen Ehefrau Franziska, geb. Röther (* 13. Juli 1782 in Kempten; † 17. Juni 1852 in München). |
| 1853 | Er besteht am 18. März 1853 in Regensburg die Prüfung zum Zinngießermeister und kauft in Aibling von Johanna Mussinano (* 9. Dezember 1814 in München), der Witwe des Johann Baptista Mussinano d. J. (* 30. Oktober 1807; † 5. Oktober 1852 jeweils im Aibling) dessen Gerechtsame. |
| Am 9. November 1853 heiratet er die Maria Agnes Pischl (* 24. Januar 1831 in Untergrainau-Garmisch), Tochter des Müllers Johann Simon Pischl (* 27. Oktober 1802) und dessen Ehefrau Maria Catharina Felicitas, geb. Pischl (* 10. Juli 1802). | |
| Das Ehepaar hat die Kinder: Johann Baptist Zechenberger (* 24. Dezember 1853; † 26. Januar 1854) und Max Joseph Baptist Zächenberger (* 6. Februar 1856). |
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| 1856 | Johann Baptist Zechenberger stirbt am 3. Mai 1856 in Aibling. |
Neueste Nachrichten aus dem Gebiete
der Politik vom 12. Mai 1856 |
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| 1858 | In der Neuen Münchener Zeitung - Morgenblatt vom 3. April 1858 steht: |
| "1951. Concurs-Eröffnungs-Erkenntniß. Mussinano, Johanna, verehelichte Völker in München, gegen Joh. Bapt. Zachenberger, Zinngießer in Aybling, nun dessen Rücklaß wegen Forderung. Da der Rücklaß des schon am 3. Mai 1856 verstorbenen Zinngießers Joh. Bapt. Zachenberger, welcher nach Inventar dd. 9. November ejusd. lediglich aus dem realen Zinngießerrechte, dann einigen Waarenvorräthen, Werkzeugen und Hauseinrichtungsgegenständen besteht, lediglich auf 850 fl. 47 kr. gewerthet wurde, während zur Verlassenschaft mehr als 2250 fl. Schulden angemeldet wurden, so wird dem Antrage der Klägerin dd. 13. pr. 20. März l. Js. entsprechend hiemit der Universalconcurs über den Rücklaß des Zinngießers Joh. Bapt. Zachenberger in Aybling erkannt und zur Ausschreibung der Ediktstage, sowie Versilberung der Masse nach Rechtskräftigwerdung dieses Erkenntnisses geschritten. Am 23. März 1858 Königliches Bezirksgericht Traunstein Der königliche Direktor: Hauck E.-R. 3773 Glück. |
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| In der Neuen Münchener Zeitung - Morgenblatt vom 12. Juni 1858 wird veröffentlicht: | |
| "Bekanntmachung. Betreff: Gant [Zwangsversteigerung] über den Rücklaß des Zinngießers Johann Baptist Zächenberger in Aibling. Nachdem das Ganteröffnungserkenntniß des k. Bezirksgerichts Traunstein vom 23. März l. Js. rechtskräftig geworden ist, so werden auf Requisition des genannten Gerichts hiermit die gesetzlichen Edictstage, nämlich: 1) zur Anmeldung der Forderungen und zum Nachweise sowohl deren Richtigkeit als der Vorzugsrechte derselben auf Mittwoch den 7. Juli l. Js., 2) zur Vorbringung der Einreden gegen die angemeldeten Forderungen und deren Vorzuge und zu den Schlußverhandlungen, nämlich zur Re- und Duplik auf Montag den 26. Juli l. Js. im Geschäftszimmer des königl. 1. Assessors anberaumt. Hiezu werden sämmtliche Gläubiger des Gantrücklasses unter Androhung des Rechtsnachtheiles vorgeladen, daß diejenigen, welche an diesen Edictstagen weder persönlich erscheinen und die treffenden Handlungen vornehmen, noch mit schriftlichen Recessen bezüglich derselben bis zum Schlusse des Kalendertages, auf welchen der treffende Edictstag angesetzt ist, einkommen, den Rechtsnachtheil des Ausschlusses von der zu erzielenden Concursmasse hinsichtlich des ersten, und des Verlustes der an solchen vorzunehmenden Handlungen bezüglich des zweiten Edeictstages verwirken. Zugleich werden alle jene, welche irgend etwas zur Gantmasse Gehöriges in Handen haben oder zur Masse schulden, aufgefordert, solches bei Vermeidung voller Ersatzleistung beziehungsweise nochmaliger Zahlung unter Vorbehalt ihrer Rechte nur zu Gerichtshanden abzuliefern resp einzubezahlen. Hiebei wird auch bezüglich des Activ- und Passivstandes bemerkt, daß das schuldnerische Gesammt-Activ-Vermögen zur Zeit auf 850 fl. 47 kr. gewerthet ist, während sich die bis jetzt bekannte Schuldenlast auf 2250 fl., worunter 600 fl. angebliches Heirathsgut der Wittwe Zächenberger sich befinden, entziffert. Am ersten Edictstage soll dann auch der Versuch einer gütlichen Beilegung des gesammten Schuldenwesens gemacht, und werden die Betheiligten mit ihren weiteren Anträgen bezüglich Herstellung und Versilberung der Gantmasse gehört werden, weshalb dieselben in diesen Beziehungen noch unter dem weiteren Präjudize geladen werden, daß die Nichterscheinenden als den Anträgen und Erklärungen der Mehrheit der Erschienen beitretend erachtet werden. Am 7. Juni 1858. Königliches Landgericht Aibling. Der königliche Landrichter: E.-R. 2782. Frhr. v. Poißl" |
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| In den Neuesten Nachrichten aus dem Gebiete der Politik vom 22. September 1858 wird bekannt gegeben: | |
| "Bekanntmachung. Gant über den Rückfall des Zinngießermeisters Zächenberger zu Aibling betr. 52,473. In Folge Requisition des kgl. Bezirksgerichts Traunstein wird das zur rubr. Gant gehörige auf 800 fl. gerichtlich geschätzte reale Zinngießerrecht in Aibling, ferner einige wenige Waaren, Werkzeug u. eine unbedeutende Hauseinrichtung dem öffentlichen Verkaufe unterstellt und ist zu diesem Zwecke hierorts in der Wohnung der Zinngießerswittwe Zächenberger Tagsfahrt auf Montag den 18. Oktober l. J. Vormittags von 10 - 12 Uhr anberaumt, wobei zu erscheinen Steigerungslustige mit dem Anhange geladen werden, daß mit der Versteigerung des Rechtes zuerst begonnen wird, u. daß der Hinschlag nur dann erfolgt, wenn der Schätzungswerth hinsichtlich des Rechtes, im Uebrigen wenn drei Viertheile des Schätszungswerthes erreicht werden. Dem Gerichte unbekannte Steigerer haben sich durch Vorlage legaler Vermögens-Zeugnisse auszuweisen. Den 14. September 1858. Königl. Landgericht Aibling. Frhr. v. Poißl, k. Landrichter." |
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| 1859 | Die Witwe heiratet am 18. Mai 1859 den Zinngießermeister Georg Waltenberger. |
| Quellen: Erwin Hintze: Die Deutschen Zinngießer und Ihre Marken Band V - Süddeutsche Zinngießer, Teil I: Aalen/Kronach, Leipzig, K.W. Hiersemann, 1921 - 1931 Matrikula: Kirchenbücher Bad Aibling-Mariä Himmelfahrt; Garmisch-St. Martin Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik vom 12. Mai 1856 (digiPress) Neue Münchener Zeitung-Morgenblatt vom 3. April und 12. Juni 1858 (digiPress) Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik vom 22. Septembe 1858 (digiPress) |
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