Krietz, Eric Pettersson - Stockholm
   
1736 Eric Pettersson Krietz (≈ 19. Mai 1722), Sohn des Metzgers Per Carlsson Krietz († 10. Juni 1722) und dessen Ehefrau Margareta Mårtensdotter, geb. Lundberg († 5. November 1737) lernt von Oktober 1736 bis November 1741 bei seinem Schwager Jacob Sauer (II) das Zinngießerhandwerk und arbeitet bis Mai 1746 als Geselle bei ihm.
   
1753 Nach der Wanderschaft in das Ausland kehrt er zuletzt aus Braunschweig nach Schweden zurück und wird nach Anfertigung seines Meisterstücks (Gussformen mit Formkernen für eine Kaltschale mit Deckel, für eine große Teekanne mit Deckel und für eine bauchige 1,5 Liter-Kanne, jeweils mit den Abgüssen) am 22. August 1753 Meister.
   
    
Meisterzeichen des Eric Pettersson Krietz vom 1. Februar 1754 bis 13. August 1805 (Bruzelli)
Er stempelt sowohl drei- als auch vierfach [siehe unten]
   
                     
   
  Am 25. September 1753 heiratet er Maria Berg, geb. Wessing (* 1708), die Witwe des verstorbenen Zinngießermeisters Nils Pärsson Berg.
  Das Ehepaar hat den Sohn Johan Petter Krietz (* 22. November 1754)
   
  Werkstatt und Lagerhaus befinden sich auf dem Fifska-Grundstück im südlichen Teil von Stockholm, Latona Nr. 19, neue Nr. 9, Västerlånggatan 75.
   
1754 Eric Pettersson Krietz verarbeitet  über 7000 Pfund Zinn.
   
1760 Mit der Verarbeitung von über 9500 Pfund Zinn wird in diesem Jahr das Maximum erreicht, dann geht die Produktion zurück.
   
1767 Am 24. Dezember 1767 kauft er von der Baronin Margareta  Funck das Grundstück Nr. 57 im südlichen Teil der Stadt, Typhon Nr. 19, für 2.000 Daler.
  In der Västerlånggatan 70 wohnt er am 31. Dezember 1767.
   
1769 Am 11. Juli 1769 kauft er dieses Anwesen.
   
1770 Von 1770 bis 1775 lernt Jacob Lemon und sein Sohn bei ihm das Zinngießerhandwerk.
   
1774 Maria Krietz, verww. Berg, geb. Wessing stirbt am 4. Dezember 1774.
   
1775 Johan Petter Krietz arbeitet nach Beendigung seiner Lehre von 3. Juni 1775 ab bis 16. August 1781 als Geselle bei seinem Vater und geht dann auf Wanderschaft.
   
1776 Der Witwer heiratet am 12. September 1776 die Brita Sofia Liljequist (≈ 27. März 1742).
  Das Ehepaar hat die Kinder:
Sophia Krietz (*† 27. Juli 1778),
Gustaf Eric Krietz (* 23. Mai 1780; † 5. Juli 1797),
Sofia Magdalena Krietz (* 6. Mai 1781; † 13. Mai 1806),
Sara Lovisa Krietz (* 30. November 1783; heiratet am 27. Septemer 1808 den Kürschner Tobias Conrad Vogel; stirbt am 20. März 1810) und
ein Mädchen (*† 4. Februar 1785).
   
1777 Von 1777 bis 1780 ist er Ältermann der Innung.
   
1784 Im November 1784 kehrt Johan Petter Krietz aus Magdeburg zurück nach Stockholm und arbeitet wieder bei seinem Vater.
   
1785 Die Produktion ist nun unter 2000 Pfund gefallen.
   
1795 Eric Pettersson Krietz stirbt am 21. Dezember 1795.
   
   
  Meisterzeichen (Löfgren):
  1765               1775
   
   1779              1788                   1797
   
   
  Eric Pettersson Krietz hat in seiner Schaffenszeit einschl. seines Sohnes 21 Lehrlinge und 60 Gesellen.
   
   
  Die Witwe führt die Werkstatt bis 1805 mit Hilfe des Stiefsohnes Johann Petter Krietz und dem Lehrling Gustav Eklöf erfolgreich weiter.
   
1798 Am 13. Juni 1798 wird Johan Petter Krietz nach der fehlerfreien Anfertigung seiner Meisterstücke als Zinngießermeister aufgenommen, bleibt allerdings bis zu seinem Tod Geselle und führt kein eigenes Geschäft.
   
1804 Es werden in diesem Jahr nur 846 Pfund Zinn verarbeitet.
   
1805 Im letzten Jahr der Werkstatt sind es nur noch 509 Pfund.
   
1806 Brita Sofia Krietz beendet das Geschäft und verkauft das Anwesen an den Gürtelmacher Jonas Kreije.
  Die Gesamtproduktion beläuft sich auf 203862 Pfund Zinn.
   
1807 Johan Petter Krietz stirbt unverheiratet am 22. Juni 1807.
   
1819 Brita Sofia Krietz, geb. Liljequist stirbt am 5. Juli 1819.
   
   
  Brita Sofia Krietz hat in ihrer Schaffenszeit einschl. ihres Stiefsohnes 8 esellen.
   
   
  Quellen:
familysearch
Birger Bruzelli: Tenngjutare i Sverige, Forum-Verlag, Stockholm 1967
Albert Löfgren: Det Svenska Tenngjutarehantverkets Historia, Band 3, Nordiska Museets Förlag Stockholm 1950
   
   
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